Kategorie:

Blues // Seite 1

Tu mir was

Über Cosey Mueller ist kaum etwas bekannt, und ‚Tu mir was‘ vom Album Irrational Habits lässt sich ohne verlässliche Quellen nicht seriös beschreiben. Der Titel klingt nach einer direkten, vielleicht fordernden Ansprache – ob das Begehren, Provokation oder Verzweiflung dahintersteckt, bleibt ohne Zugang zum Song offen. Eine erfundene Beschreibung wäre hier unangemessen.

11. Mai 2026 // // Kommentare sind deaktiviert

N8schwärmer

N8schwärmer klingt nach späten Nächten, die man eigentlich längst hinter sich gelassen haben sollte. Klotzs ziehen hier ihren typischen emotionalen Punkrock durch, rau und direkt, ohne großes Aufhebens. Die EA80-Verwandtschaft ist spürbar: diese Mischung aus Dringlichkeit und einer gewissen Zerrissenheit, die sich nicht in Selbstmitleid verliert, sondern einfach da ist. Ein Song für Leute, die nachts wach liegen und das irgendwie okay finden.

11. Mai 2026 // // Kommentare sind deaktiviert

Das experiment

Rachut nähert sich dem Thema mit der ihm eigenen nüchternen Direktheit – kein theatralisches Aufbauschen, kein billiges Pathos. Der Song trägt die Handschrift eines Mannes, der seit Jahrzehnten in der deutschen Punkszene verwurzelt ist: rau, ehrlich, ohne Netz. Die Stimmung kippt zwischen kalter Beobachtung und einem unterschwelligen Unbehagen, das sich nicht so leicht abschütteln lässt. Rachut als Lyriker denkt in Bildern, die sitzen.

11. Mai 2026 // // Kommentare sind deaktiviert

Brezel Göring

Brezel Göring, 1967 im nordhessischen Wolfhagen geboren, ist ein Berliner Musiker, der vor allem als Mitglied des Duos Stereo Total bekannt wurde – jener deutsch-französischen Formation, die seit den frühen Neunzigern Genres und Konventionen mit geradezu spielerischer Leichtigkeit durcheinanderwirft. Sein Klanguniversum bewegt sich irgendwo zwischen experimenteller Elektronik, Chiptune-Ästhetik und avantgardistischen Synthesizer-Welten, wobei er stets einen Sinn für das Abseitige, das Schräge und das bewusst Unkorrekte mitbringt. Als Gründer des Labels Verboten In Deutschland hat er sich zudem eine Plattform geschaffen, die genau jene Musik veröffentlicht, die anderswo keinen Platz findet – und das mit offensichtlicher Überzeugung. Was Göring auszeichnet, ist die Konsequenz, mit der er ästhetische Grenzen nicht nur auslotet, sondern schlicht ignoriert: Elektropop trifft auf Lo-Fi-Experimente, synthetische Texturen auf ironische Brechungen, und das Ergebnis klingt dabei nie beliebig, sondern immer nach einer sehr eigenen, klar erkennbaren Handschrift, die sich über Jahrzehnte hinweg treu geblieben ist.

11. Mai 2026 // // Kommentare sind deaktiviert
1