Recht auf Rausch
Der Name ist Programm: Recht auf Rausch verbindet aus Deutschland heraus Synthpop, Industrial, EBM, Darkwave und IDM zu einem Sound, der zwischen maschineller Präzision und emotionaler Entladung pendelt. Diese Genres teilen eine gemeinsame DNA – sie entstanden aus dem Wunsch, mit elektronischen Mitteln Zustände zu erzeugen, die unter die Haut gehen, die den Körper in Bewegung versetzen und gleichzeitig den Geist in dunkle, unbekannte Territorien ziehen. Recht auf Rausch schöpft aus dieser Tradition und trägt sie mit einem klaren Bewusstsein für ihre politische und kulturelle Aufgeladenheit weiter.
Der Künstlername selbst verweist auf etwas Grundlegendes: die Forderung nach Selbstbestimmung, nach dem Recht, die eigene Wahrnehmung zu verändern – ob durch Substanzen, durch Musik oder durch das kollektive Erlebnis des Tanzens im Dunkeln. Diese Haltung passt nahtlos in eine Klangtradition, die sich seit den späten Siebzigern bewusst gegen das Kommerzielle stellt und stattdessen auf Reibung, Dichte und Intensität setzt. Wer sich auf Recht auf Rausch einlässt, begibt sich in ein klangliches Feld, das keine halben Sachen kennt.
Anspieltipps
Billige Pralinen
Ein Song, der mit dem Titel bereits eine Haltung einnimmt: billig, aber verführerisch. Die Stimmung pendelt zwischen bitterem Humor und ehrlicher Frustration. Thematisch dreht sich alles um den Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Moral und persönlicher Freiheit – was darf man sich gönnen, was wird einem gegönnt? Der Ton ist direkt, ohne großes Pathos, und trifft den Nerv einer Generation, die gelernt hat, mit wenig auszukommen und trotzdem nicht auf Genuss zu verzichten.
Infos
| Herkunft | Germany |
|---|---|
| Website | soundcloud.com/rechtaufrausch |
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